Regina Gottschalk: Auf Nachricht warten

17,90 EUR
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Regina Gottschalk
Auf Nachricht warten

Die Geschichte der jüdischen Familie Getreuer aus dem Böhmerwald 1938 – 1942

Hardcover, 184 S., 17,90 Euro, ISBN 978-3-941306-20-2



Anhand von über 70 Jahre alten Briefen und anderen Familiendokumenten erzählt Regina Gottschalk die Geschichte der jüdischen Familie Getreuer aus Schwanenbrückl in Westböhmen nach. Das NS- Regime trennt die Familie: Die Kinder können in die USA emigrieren, während die Eltern in Prag zurückbleiben müssen. Die Angehörigen hoffen vergeblich auf ein Wiedersehen – die Zurückgelassenen fallen den Juden-Deportationen zum Opfer.

In der BR Abendschau wurde im Januar 2017 ein Beitrag über "Auf Nachricht warten" gesendet.
Hier kann man sich den Beitrag ansehen.


Erhalten gebliebene Briefe sind der Ausgangspunkt der Recherchen von Regina Gottschalk, anhand derer sie die Geschichte einer jüdischen Familie aus dem Böhmerwald in den Jahren der nationalsozialistischen Verfolgung nachzeichnet.

In dem kleinen Dorf Schwanenbrückl lebt das Ehepaar Getreuer mit vier Kindern als einzige jüdische Familie. Die Getreuers führen ein Gemischtwarengeschäft und einen Spitzengroßhandel. Durch das Münchner Abkommen 1938 fällt ihre Heimat an das Deutsche Reich; die Familie wird zur Flucht ins vermeintlich sichere Prag gezwungen. Den erwachsenen Kindern gelingt es in die USA zu emigrieren, die Eltern sollen später nachkommen. Mittels Briefen versucht die auseinandergerissene Familie den Zusammenhalt zu bewahren, obwohl die strenge Zensur und die Einschränkung des Postverkehrs ab Kriegsbeginn die Kommunikation erschweren.

Das Warten auf Nachricht bestimmt das Leben der getrennten Familie. Schließlich werden die Eltern und fast alle anderen in Hitlers Machtbereich zurückgelassenen Angehörigen deportiert und ermordet. Die Kinder warten noch lange vergeblich auf Nachricht …

Regina Gottschalk schildert auf Grundlage der Familienkorrespondenz und anderer Zeitdokumente detailliert die demütigenden Lebensbedingungen der Betroffenen unter der Last der Judengesetze und ihre seelische Verfassung: ihre Sehnsucht nach den Kindern in der Fremde, ihre Enttäuschung über die letztlich gescheiterten Auswanderungsbemühungen, ihre Hoffnung, „diese ernsten Zeiten“ zu überleben, ihre Ängste angesichts der einsetzenden Deportationen und ihr bis zuletzt bewahrtes Gottvertrauen.


Dr. Regina Gottschalk geb. Getreuer, geboren 1940 in Prag, aufgewachsen in Dresden, 1957 Flucht mit den Eltern in die Bundesrepublik. Studium der Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaft in Tübingen und München. Nach dem Staatsexamen Promotion in Tübingen über ein Thema zur Parteiengeschichte in der Weimarer Republik. Bis zur Pensionierung Lehramt für Deutsch, Geschichte und Sozialkunde an Gymnasien in München, Ingolstadt und Rosenheim. Dr. Regina Gottschalk lebt in Stephanskirchen (Lkr. Rosenheim).
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