Marianne Ach: Am Horizont kein Zeichen

13,80 EUR
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Marianne Ach
Am Horizont kein Zeichen
2014, Klappenbroschur, 144 S., 13,80 Euro, ISBN 978-3-941306-10-3

Genau, aber nie ausladend, distanziert und doch berührend beschreibt Marianne Ach in ihren Erzählungen Beziehungen zwischen Liebenden und Familienmitgliedern. Sie haben sich nichts mehr zu sagen und gehen ihre eigenen Wege. Andere finden Schritt für Schritt wieder zueinander. Einige der Figuren begeben sich auf Reisen, um andernorts einen Neuanfang zu wagen. Manche scheitern an ihren zu großen Wünschen; sie sind zerrissen zwischen alter und neuer Heimat.



Beziehungen zwischen Liebenden und Familienmitgliedern beschreibt Marianne Ach in diesen Erzählungen. Manche handeln von Menschen, die sich nichts mehr zu sagen haben und ihre eigenen Wege gehen. Andere finden Schritt für Schritt wieder zueinander: Die junge Mutter Ruth trauert um ihre behinderte Tochter. Sie muss stark sein für ihren Sohn, gleichzeitig bemerkt sie nicht, dass sie sich von ihrem Mann entfremdet. Ein Kind steht zwischen den getrennten Elternteilen. Es fühlt sich verlassen, als beide neue Partner vorstellen.

Genau, aber nie ausladend, distanziert und doch berührend beschreibt die Autorin das Gefühlsleben der Figuren. Ihre Sprache ist prägnant und treffsicher. Manchmal ist ihr Stil parabelhaft, immer geht die Handlung in die Tiefe.

Es sind Grenzen, die Marianne Ach interessieren, innere und äußere Grenzen. Einige der Figuren begeben sich auf Reisen, die in verschiedene Länder führen. Sie brechen auf und verlassen ihre Heimat, um andernorts eine neue zu finden. Rudolf etwa wandert als junger Mann auf eine griechische Insel aus, um dort eine Familie zu gründen. Immer wieder holen ihn die Bilder des ländlichen Lebens in der Heimat ein, er beginnt wie sein Vater zu trinken und seine Liebe aufs Spiel zu setzen. Ni Luh folgt einem Mann der Liebe wegen in eine fremde Stadt. Sie muss die Sprache lernen, sich aber auch mit Dirks Vergangenheit auseinandersetzen.

Sie alle werden getrieben von ihren Sehnsüchten und Wünschen, erleben Trennungen und Entbehrungen. Große Hoffnungen begleiten sie auf ihren Reisen, Erwartungen an ein anderes Leben. Diese werden nicht immer erfüllt.


Marianne Ach, 1942 in Eslarn in der Oberpfalz geboren. Trat nach der Schulzeit in den Orden der Dillinger Franziskanerinnen ein und arbeitete dort als Kindergärtnerin und Katechetin. 1972 verließ sie das Kloster, studierte, heiratete und wurde Realschullehrerin für Deutsch und Religion. Neben dem Schuldienst schrieb sie Erzählungen; seit ihrer Pensionierung widmet sie sich ganz der Schriftstellerei. Marianne Ach lebt in München.

Von Marianne Ach ist im lichtung verlag außerdem Von gestern eine Spur (2017) erschienen.

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